Drei Tage auf La Palma reichen aus, um sich in die Isla Bonita zu verlieben -- auch wenn Sie sicherlich wiederkommen möchten. Mit dieser kompletten Route lernen Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen: die Hauptstadt, die spektakuläre Westküste mit ihren Meereshöhlen, die Caldera de Taburiente, den Roque de los Muchachos und die Lorbeerwälder des Nordens. Wir schlagen Ihnen einen Tag-für-Tag-Reiseplan mit praktischen Tipps vor, damit Sie jeden Moment optimal nutzen können.
Tag 1: Santa Cruz, Westküste und Kajak-Erlebnis
Beginnen Sie Ihre Reise in Santa Cruz de La Palma, der Hauptstadt der Insel. Spazieren Sie über die Calle Real (Calle O'Daly), eine der schönsten Straßen der Kanaren, mit ihren traditionellen Holzbalkonen und bunten Kolonialgebäuden. Verpassen Sie nicht die Plaza de España mit der Kirche El Salvador und dem Renaissance-Rathaus. Wenn Sie sich für Geschichte interessieren, ist das Schiffsmuseum Barco de la Virgen, das in einer Nachbildung der Karavelle von Kolumbus untergebracht ist, ein schneller und kurioser Besuch.
Nach dem Mittagessen fahren Sie an die Westküste für das Highlight des Tages: einen Kajakausflug ab dem Poris de Candelaria. Dieses Höhlendorf, versteckt unter einer riesigen Klippe, ist bereits für sich allein einen Besuch wert. Von hier aus starten Sie im Kajak über kristallklares Wasser und paddeln entlang der beeindruckenden vulkanischen Steilklippen von Tijarafe bis zur Cueva Bonita, einer Meereshöhle mit bläulichen Lichtspielen, die sprachlos machen.
Der Ausflug dauert etwa 2,5 bis 3 Stunden und ist für alle Niveaus geeignet. Die Gruppen sind klein und die lokalen Guides kennen jeden Winkel dieser Küste. Es ist ohne Zweifel eines der unvergesslichsten Erlebnisse auf La Palma.
Zum Abschluss des Tages bleiben Sie für den Sonnenuntergang in Tijarafe oder am Mirador del Time. Die Sonnenuntergänge an der Westküste von La Palma gehören zu den spektakulärsten der Kanaren.
Tag 2: Caldera de Taburiente und Roque de los Muchachos
Der zweite Tag ist dem bergigen Inselinneren gewidmet. Die Caldera de Taburiente ist der Nationalpark von La Palma und eine der beeindruckendsten Landschaften der Kanaren: ein riesiger Erosionskrater von fast 10 km Durchmesser, umgeben von Wänden, die über 2.000 Meter hoch aufragen.
Wenn Sie gerne wandern, können Sie die Route hinunter ins Innere der Caldera bis zur Cascada de Colores (Wasserfall der Farben) unternehmen, wo durch Eisenmineralien gefärbtes Wasser ein einzigartiges Farbspektakel erzeugt. Diese Route erfordert eine mittlere körperliche Fitness und etwa 5-6 Stunden hin und zurück. Wenn Sie etwas Leichteres bevorzugen, bietet der Mirador de la Cumbrecita Panoramablicke auf die Caldera, ohne viel laufen zu müssen (allerdings müssen Sie den Zugang mit dem Fahrzeug auf der Website des Parks reservieren).
Am Nachmittag fahren Sie zum Roque de los Muchachos, dem höchsten Punkt von La Palma mit 2.426 Metern. Hier befindet sich das Observatorium Roque de los Muchachos, eines der wichtigsten der Welt. Von der Spitze aus sind die Aussichten atemberaubend: An klaren Tagen sieht man Teneriffa, La Gomera und El Hierro, und am späten Nachmittag ist das Wolkenmeer, das sich unter Ihren Füßen bildet, ein unvergessliches Naturschauspiel.
Wenn Sie im Voraus buchen, können Sie den Tag mit einer Sternenbeobachtung abrunden. La Palma ist ein Starlight-Reservat und von den Gipfeln aus ist die Milchstraße mit erstaunlicher Klarheit zu sehen.
Tag 3: Der grüne Norden von La Palma
Ihr dritter Tag führt Sie in den Norden der Insel, die grünste und üppigste Zone von La Palma. Beginnen Sie in Los Tilos, einem UNESCO-Biosphärenreservat, in dem Sie einen der am besten erhaltenen Lorbeerwälder der Welt finden. Dieser prähistorische Wald, der vor Millionen von Jahren ganz Europa bedeckte, überlebt hier dank des feuchten Mikroklimas der Region. Der Wanderweg Cubo de la Galga ist eine perfekte Option: ein Rundweg von etwa 2 Stunden zwischen Riesenfarnen, moosbewachsenen Bäumen und Wasserfällen.
Weiter geht es nach San Andrés y Sauces, einer Gemeinde, die historisches Erbe mit Natur verbindet. Besuchen Sie den historischen Ortskern von San Andrés mit seiner Kirche und den Kopfsteinpflasterstraßen, und steigen Sie dann zum Charco Azul hinab, einem der schönsten Naturbecken der Kanaren. Aus vulkanischer Lava geformt und vom Ozean gespeist, ist es ein perfekter Ort für ein erfrischendes Bad inmitten einer spektakulären Landschaft.
Nutzen Sie die Mittagszeit, um die lokale Gastronomie in einem der Restaurants der Gegend zu probieren: Papas arrugadas mit Mojo, gegrillter Käse mit grünem Mojo, frischer Fisch und Wein aus der Region. Die palmesische Küche ist einfach, aber voller Geschmack.
Falls noch Zeit bleibt, fahren Sie nach Barlovento zu den Naturbecken von La Fajana oder besuchen Sie das Dorf Garafía mit seinen jahrhundertealten Drachenbäumen und dem archäologischen Gebiet La Zarza mit Felsritzungen der Ureinwohner.
Praktische Tipps für 3 Tage auf La Palma
- Mieten Sie ein Auto: Es ist unerlässlich, um sich auf der Insel fortzubewegen. Die Entfernungen sind nicht groß, aber die Straßen sind kurvig und die Fahrzeiten länger, als es auf der Karte erscheint.
- Buchen Sie im Voraus: Sowohl der Zugang zur Cumbrecita als auch die Kajakausflüge erfordern eine Voranmeldung, besonders in der Hochsaison.
- Kleiden Sie sich in Schichten: An der Küste ist die Temperatur das ganze Jahr über angenehm, aber auf den Gipfeln kann es selbst im Sommer sehr kalt werden.
- Stehen Sie früh auf: Die Vormittage sind in der Regel klarer, besonders in den höheren Lagen. Die Sonnenuntergänge an der Westküste sind unverzichtbar.
- Geeignetes Schuhwerk: Wenn Sie wandern möchten, tragen Sie Wanderschuhe oder Trekkingschuhe. Die vulkanischen Wege können rutschig sein.
Drei Tage bieten viel auf La Palma, aber wenn Sie die Möglichkeit haben, länger zu bleiben, schauen Sie sich unseren 7-Tage-Reiseplan an, um noch mehr Ecken der Insel zu entdecken. Und wenn Sie ein anderes Erlebnis suchen, das Abenteuer und Natur verbindet, verpassen Sie nicht unsere geführten Kajakerlebnisse entlang der wildesten Küste der Kanaren.